Dieses Factsheet bietet eine Zusammenfassung der politischen Entwicklungen und operativen Updates zu unseren Schiffen und Flugzeugen von Juli bis Dezember 2025.
1. Politische Entwicklungen
- Italienische Behörden halten NGO-Flugzeuge fest und legen die zivile Beobachtung über dem zentralen Mittelmeer lahm
- Über 60 Gewaltvorfälle auf See – dennoch traf sich die EU mit libyschen Akteuren
- Frontex forderte Sea-Watch auf, Rechtskosten zu übernehmen, und missachtete dabei Resolutionen des EU-Parlaments
- „Justice Fleet“: 13 SAR-NGOs gründen ein neues Bündnis und setzen die Kommunikation mit dem libyschen Rescue Coordination Centre aus
2. Updates zu unseren Luftoperationen mit Seabird 1, Seabird 2 und Seabird 3
Von Juli bis Dezember führten wir 61 Einsätze mit unseren Flugzeugen Seabird 1, Seabird 2 und Seabird 3 durch, mit einer gesamten Flugzeit von 526 Stunden – das entspricht fast 22 Tagen. Dabei sichteten wir etwa 5008 Personen in Seenot an Bord von 106 verschiedenen Booten.
Zwischen Juli und Dezember 2025 dokumentierten die Luftoperationen von Sea-Watch die systematische Auslagerung von Rettungseinsätzen durch Italien und Malta an libysche Milizen, wie die sogenannte libysche Küstenwache, die GACS und die Tareq Bin Zayed-Brigade. Einige dieser Vorfälle ereigneten sich sogar innerhalb der maltesischen SAR-Zone und/oder unter Beteiligung von Frontex, obwohl sich einsatzbereite NGO-Schiffe in der Nähe befanden. Zudem wurden Handelsschiffe von europäischen Behörden allein mit Booten in Seenot gelassen oder machten sich an illegalen Transshipments und Pullbacks nach Libyen mitschuldig.
3. Updates zu unseren Einsätzen auf See mit Sea-Watch 5 und Aurora
Zwischen Juli und Dezember 2025 konnten die Crews von Sea-Watch 5 und Aurora 1117 Personen aus Seenot von 21 Booten retten. Darüber hinaus unterstützten und sicherten die Crews der Aurora 281 Personen in Seenot an Bord von 6 verschiedenen Booten, bis diese schließlich von den italienischen Behörden gerettet wurden.











