Foto: Johannes Räbel

Aurora 1 & 2

Schnelligkeit entscheidet über Leben und Tod

Seit 2022 ist die Aurora 1 im zentralen Mittelmeer im Einsatz. Sie ist ein 14 Meter langes Rettungsboot, das für den Einsatz im Mittelmeer umgerüstet wurde und eine Höchstgeschwindigkeit von 25 Knoten erreichen kann. Damit ist sie eines der schnellsten zivilen Rettungsschiffe im zentralen Mittelmeer. Anders als große Rettungsschiffe operiert sie direkt von Lampedusa aus und kann dadurch besonders schnell auf Notfälle reagieren. In ihrer Funktion ähnelt die Aurora einem Krankenwagen auf See: Sie stabilisiert Situationen und sichert Boote, bis weitere Unterstützung eintrifft.

Im Einsatz gegen das Sterben im Mittelmeer

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig das Einsatzkonzept der Aurora ist. Seit ihrem ersten Einsatz war die Aurora 1 an der Rettung von tausenden Menschen beteiligt. Immer wieder erreichte sie Notfälle in letzter Minute und konnte Menschen retten, bevor sie von der sogenannten libyschen Küstenwache gewaltsam nach Libyen zurückgebracht wurden. Die Aurora 1 schließt eine entscheidende Lücke in der zivilen Rettungsflotte: Sie bleibt nah am Einsatzgebiet und kann auslaufen, wenn jede Minute zählt.

Menschen in Westen auf der Aurora

Aurora 2: Unsere Antwort auf politische Blockaden

Doch die Aurora 1 kann nicht immer im Einsatz sein. Wartungen, Festsetzungen und politische Blockaden haben sie in den vergangenen Jahren immer wieder am Auslaufen gehindert. Genau deshalb ist seit 2026 ein zweites Schiff dieses Typs im Einsatz: die Aurora 2. Wenn Rettungsschiffe systematisch behindert werden, müssen wir Wege finden, trotzdem einsatzbereit zu bleiben. Ein zusätzliches Schiff wie die Aurora 2 macht unsere Flotte widerstandsfähiger gegen politische Schikane.