Nach Waffenbedrohung und Leichenfunden: Italien blockiert Sea-Watch 5

Nach der Rettung von 6 Personen in internationalen Gewässern, blockieren italienische Behörden das zivile Rettungsschiff Sea-Watch 5 für 45 Tage auf Grundlage des sogenannten Piantedosi-Gesetzes. Zusätzlich wird der Organisation eine Strafe in Höhe von 7.500 € auferlegt. Die Crew war nach der Rettung von Bewaffneten auf einem zweiten Boot bedroht worden. Auf der viertägigen Überfahrt…

Konfrontation auf See mit unbekannten Akteuren

Die Hintergründe des Phänomens und die Auswirkungen für die zivile Seenotrettung Seit Anfang 2024 treffen zivile Rettungsschiffe (und auch Handelsschiffe) im zentralen Mittelmeer vermehrt auf Boote mit Menschen auf der Flucht, die besondere Merkmale aufweisen und Crews vor zusätzliche Herausforderungen stellen. Die Boote sind in vergleichsweise besserem Zustand als jene, die wir überwiegend antreffen und…

Nach Schüssen auf die Sea-Watch 5: Eilantrag gegen Bundesregierung wegen unterlassener Schutzmaßnahmen

Berlin, 7. Juli 2026 – Die Sea-Watch 5 ist am 03. Juli erstmals seit dem Beschuss im Mai wieder zu einer Rettungsmission ins zentrale Mittelmeer ausgelaufen. Zeitgleich reichte Sea-Watch beim Verwaltungsgericht Berlin einen Eilantrag ein, mit dem die Bundesregierung verpflichtet werden soll, wirksame Maßnahmen zum Schutz der Sea-Watch 5 und ihrer Besatzung zu ergreifen. Der…

IStGH-gesuchter Folterer in Libyen nur wegen eines Bruchteils der Vorwürfe verurteilt

Der berüchtigte libysche Ex-Gefängnisdirektor Osama Najim, genannt Almasri, wurde am 21.06.2026 vom Strafgericht in Tripolis, Libyen, wegen „Verletzung der Rechte von Gefangenen” zu sieben Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Italiens Rechte feiert das Urteil und behauptet, die Justiz habe ihren Lauf genommen und die italienische Regierung habe richtig gehandelt.Diese hatte Almasri trotz Haftbefehl des…

Sea-Watch übt scharfe Kritik an EU-Reaktion nach Angriff auf Sea-Watch 5

13. Mai – In Reaktion auf den Angriff auf die Sea-Watch 5 am Montag, den 11. Mai 2026, erklärte die Europäische Kommission auf ihrer Pressekonferenz am Mittwoch, den 12. Mai 2026, die Zusammenarbeit der EU mit libyschen Akteuren diene der „Verhinderung von weiterer Gewalt“. Sea-Watch verurteilt diese Darstellung als groteske Verdrehung der Realität. Ohne die…