Aurora 2

Gemeinsam sind wir unaufhaltbar

Wer ich bin?

Ich bin Aurora 2. Ich bin die kämpferische Zwillingsschwester unserer geliebten Aurora, die seit 3 Jahren im Mittelmeer für Menschenrechte schwimmt und rennt. Gemeinsam kämpfen wir an der Seite aller, die für ihr Recht auf Asyl und ein gutes Leben einstehen. Mein Gewand wurde durch hunderte Menschen gebaut – für Nächte auf See, gegen Grenzen, die niemals hätten existieren dürfen, und für alle, die sich über sie hinwegsetzen. Während die Wellen des Mittelmers im Takt gegen meinen Körper schlagen, fahr ich dorthin, wo Europa schweigt. Ich bin nicht hier, um zu gefallen. Ich bin hier, um für das Recht auf Leben zu streiten.

Denn die ultra-rechte italienische Regierung legt meine Schwester Aurora immer wieder an die Kette. Sie blockiert sie im Hafen und hält sie von der Arbeit ab, zu der sie bestimmt ist: Menschen in Seenot zu unterstützen. Aber nicht mit uns! Wenn europäische Staaten Völkerrecht verletzen, kommen wir stärker zurück. Ich springe für meine Schwester ein, wann immer sie mich braucht. Zusammen sind wir stark, zusammen sind wir unaufhaltbar.

Aber auch Aurora und ich sind nicht alleine. Gemeinsam mit unseren Freund:innen der Justice Fleet kämpfen wir an den EU Außengrenzen für das Recht auf Freiheit. Wir sind eins in unserer Solidarität. Eins mit dir, die du mit uns stehst. Denn jede Spende hält unseren Kurs stabil und Hoffnung am Leben.

The Call

Building up

Ready to fight

Was ist das zentrale Problem im Mittelmeer?

Menschen, die auf dem afrikanischen oder asiatischen Kontinent vor Krieg, Umweltzerstörung, Ausbeutung und Verfolgung fliehen, sind gezwungen, die gefährliche Flucht über das Mittelmeer nach Europa einzugehen. Gezwungen, weil es fast keine sicheren Fluchtwege mehr gibt: Familienzusammenführungen werden ausgesetzt, humanitäre Aufnahmeprgramme abgeschafft. Die Konsequenzen europäischer Ausbeutung im Ausland werden ignoriert. Deswegen müssen viele Menschen durch Länder wie Libyen und Tunesien fliehen, in denen sie von Milizen und staatlichen Akteuren versklavt oder ermordet werden, und dann die gefährliche Seeroute riskieren.

Obwohl zwei Drittel der flüchtenden Menschen Zuflucht in Nachbarstaaten suchen, ist das zentrale Mittelmeer eine der tödlichsten Migrationsrouten geworden. Über 34.000 Todesfälle seit 2014 aufgrund fehlender koordinierter Rettungsmaßnahmen der EU, allein in der ersten Jahreshälfte von 2026 sind über 1.200 Menschen auf ihrer Flucht über das Mittelmeer gestorben.

Zivilgesellschaftliche Organisationen wie Sea-Watch versuchen derzeit, die Rettungslücke zu schließen, die europäische Staaten durch kalkulierte Nicht-Hilfe immer weiter vergrößern. Doch Seenotrettung ist eine staatliche Pflicht. Die Europäische Union muss handeln, um das Sterben im Mittelmeer zu beenden.

Warum braucht es die Aurora 2?

2026 haben wir den tödlichsten Jahresbeginn seit einem Jahrzehnt auf dem Mittelmeer erlebt. Obwohl der EU alle Fakten, Beweise und Konzeptideen vorliegen und europäische Regierungen mehr als 34.000 Menschen beim Ertrinken im Mittelmeer zugesehen haben, wurde noch immer kein europäisches Seenotrettungsprogramm geschaffen. Auch die deutsche Regierung trägt aktiv zum Sterbenlassen an europäischen Grenzen bei. Sie hat 2025 sogar entschieden, dass die Bundeswehr die sogenannte libysche Küstenwache trainieren darf.

Währenddessen blockiert die italienische Regierung Rettungsschiffe. Seit Anfang 2023 wurden zivile Schiffe mehr als 40 Mal im Hafen festgesetzt. Dadurch sind der zivilen Flotte über 900 Einsatztage verloren gegangen! Auch die Aurora wurde fünfmal festgesetzt und hat insgesamt 113 Einsatztage verloren!

Aber: wenn Staaten Völkerrecht verletzten, kommen wir stärker zurück. Die Aurora 2 springt für ihre Zwillingsschwester ein, wenn sie an die Kette gelegt wird. Zusammen sind sie stark, zusammen sind sie unaufhaltbar.

Habt ihr konkrete Vorschläge um die Situation zu verbessern?

Na klar. Wir haben ein ganzes Rettungsprogramm geschrieben und der EU-Kommission und der deutschen Bundesregierung vorgelegt: Mare Solidale. Das Konzept findest du hier. Es zeigt, dass die EU heute beschließen könnte, ein Rettungsprogramm im Einklang mit den Menschenrechten umzusetzen, basierend auf den Lehren aus der früheren Operation „Mare Nostrum“. Es könnte morgen umgesetzt werden, es ist nur eine Frage des politischen Willens.

Gerichtet an die ultra-rechte italienische Regierung: Beendet die unrechtmäßigen Blockaden ziviler Rettungsschiffe. Schafft sichere Fluchtwege nach Italien. Lasst alle unrechtmäßig inhaftierten geflüchteten Personen frei. Schafft das Piantedosi-Dekret ab. Und lasst uns endlich gerettete Menschen schnellstmöglich an Land bringen.

Insgesamt fordern wir sichere Fluchtwege nach Europa und Bewegungsfreiheit für alle Menschen. Niemand soll gezwungen werden, die Flucht über das Meer überhaupt antreten zu müssen.

Warum fordert ihr Bewegungsfreiheit für alle Menschen?

Grenzen existieren, um zu verhindern, dass alle Menschen frei und gleich sind. Sie unterscheiden, wer Rechte und Privilegien genießt – und wer nicht. Manche Menschen fliegen zur Erholung um die halbe Welt – andere sterben beim Versuch, Grenzen zu überwinden, um sich und ihre Liebsten in Sicherheit zu bringen.

Ungerecht? Absolut. Lösbar? Klar. Denn Grenzen sind kein natürliches Phänomen. Warum ist es „normal”, dass Tausende Menschen an den Grenzen Europas sterben und Staaten sich das teuer kosten lassen – aber darüber zu sprechen, Grenzen für alle zu öffnen, ist absurd?

Wir Menschen sind immer gewandert, haben neue Sprachen gelernt, uns niedergelassen, verliebt, sind geblieben. Migration ist die Mutter aller Gesellschaften. Kein Ruf nach mehr Grenzen wird das je verhindern. Er wird nur immer mehr Gewalt erzeugen – denn die Logik der Grenze kennt selbst keine Grenze. Die Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit müssen gute Lebensbedingungen, Sicherheit und gleiche Rechte für alle sein.

Eine Welt der offenen Grenzen mag nach Utopie klingen – aber welches Recht hat nicht als Utopie begonnen? Wenn manche Menschen herrschen, müssen alle anderen für eine sichere, freie und gleiche Welt für alle kämpfen.

Was kannst du tun, wenn spenden gerade einfach nicht ist?

  1. Folge Sea-Watchs Social-Media-Kanälen, um über die Aurora 2 und Seenotrettung informiert zu bleiben.
  2. Informiere dich und andere: Teile Wissen und sprich über die Probleme der aktuellen, gewaltvollen Grenzpolitik. Am Abendessenstisch oder auf Social Media, wo immer du kannst. Ich freue mich besonders, wenn du mir hilfst meine neue Präsenz auf See bekannt zu machen.
  3. Demonstriere: Zeige deine Solidarität auf der Straße, wenn Kundgebungen und Demonstrationen in deiner Nähe organisiert werden.
  4. Engagiere dich lokal: Unterstütze Organisationen, die sich mit und für die Rechte geflüchteter Menschen einsetzen. Zum Beispiel, indem du auf Veranstaltungen aushilfst, oder dein Wissen anderweitig einbringst.
  5. Wähle bei den diesjährigen Landtagswahlen bewusst: Gib deine Stimme einer Partei, die sich der Logik gesellschaftlicher Spaltung widersetzt.
join the fight

Ich fahre nicht auf See, weil es einfach ist. Ich segel Richtung Süden, weil Wegsehen keine Option ist. Und wenn du Fördermitglied wirst, fährst du mit mir mit.

Deine Solidarität ist unser Treibstoff, wenn Menschen im Mittelmeer um ihr Leben kämpfen. Mit einem monatlichen Beitrag hältst du Schiffe auf Kurs, Crews einsatzbereit und Europas Schweigen nicht unwidersprochen.

Unterstütze zivile Seenotrettung, unterstütze mich.

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